Unter den Froschfressern
Nach einem knappen Monat in Frankreich hab ich es endlich geschafft. Ich hab Froschschenkel gegessen. Durchaus ein Vergnügen, und gar nicht so teuer, wie ich mir gedacht hab.
Gute 50 Minuten hat es gedauert, alle 5 Frösche oder 10 Froschschenkel zu essen. Erstens weil es durchaus mühsam ist, das bisschen Fleisch von den winzigen Knochen zu trennen. Zweitens weil die Beilagen (Öl, Reis, Tomaten) durchaus üppig waren. Und drittens weil man sowas ja doch ein bisschen genießen will.
Das Froschfleisch ist nämlich super. Extrem zart, vom Aussehen her irgendwo zwischen Pute und Fisch. Nur geschmacklich hätte ich mir ein bisschen mehr erwartet vom Frosch. Geschmeckt hat es hauptsächlich nach dem Knoblauch in der Marinade. Was keineswegs schlecht war, aber halt Knoblauch.
Soviel dazu. Probiert sollte man es meiner Meinung auf jeden Fall einmal haben. Was überraschenderweise die drei Franzosen, mit denen ich essen war, noch nie getan haben…
Und so sehen Froschschenkel danach aus…
L’incroyable Bernard Kohl
Viel hab ich nicht verstanden, als ich mir gestern die Tour de France angesehen hab. Also die Bilder und das, was passiert ist, schon. Aber die Kommentatoren nicht. Oder fast nicht.
In Frankreich gibt es Eurosport nämlich nur auf Französisch. Und diese Sprache wird ja in manchen Kreisen auch als “die Sprache des Teufels” bezeichnet. Nach mehrmaligem Umschalten bin ich zu dem Schluss gekommen, dass in diesem Land alle Sender in dieser Sprache gehalten sind.
Was die Kommentatoren an die 50 Mal gesagt haben und was ich auch verstanden hab, war “L’incroyable Bernard Kohl!!” oder “l’incroyable autrichien!”. Und unglaublich war die Leistung, die er gestern gebracht hat, wirklich. In der Gesamtwertung liegt er nur mehr 7 Sekunden hinter dem Führenden, das gepunktete Trikot des besten Kletterers hat er heute sogar übergestreift.
Ich will ja jetzt überhaupt niemandem die Stimmung vermiesen, auch mir selbst nicht, ich freu mich wirklich über diese Leistung. Aber wenn ich mir diese Liste von gedopten Radfahrern, die leider sehr unvollständig ist, so ansehe wird mir trotzdem klar, dass vor allem die Fahrer, die in der Gesamt- und Bergwertung vorn dabei sind, dopen.
“Leider” ist Bernhard Kohl dieses Jahr einer von diesen… bleibt zu hoffen, dass er nicht gedopt hat! Oder dass er sich nicht erwischen lässt…
Suchbegriffe
Manchmal, oder eigentlich fast immer, wundere ich mich, mit welchen Suchbegriffen mein Blog gefunden wird.
Der Top-Suchbegriff ist “margaretenbad graz“, insgesamt sind 13 Personen, die nach dem Margaretenbad gesucht haben, auf meinen Blog gekommen. Das find ich auch noch einigermaßen nachvollziehbar, da ist mein Blog bei der Google-Suche immerhin auf Platz 12. Noch erfreulicher ist mit diesem Suchbegriff die Yahoo-Suche. Da bin ich sogar auf Platz 2.
Wer aber zum Beispiel nach “vorlesungsfreie zeit studenten” sucht findet mich unter den ersten 150 Einträgen bei Google nicht. Auch die Suche nach “sebastian-bauer” ist für mich nur insofern erfreulich, dass mein friendfeed- und mein twitter-Account unter den ersten 100 Einträgen aufscheinen. Ebenso ist es bei der Yahoo-Suche.
Die Liste der Suchbegriffe, die nicht auf den ersten paar Seiten von Suchmaschinen aufscheinen, mit denen ich aber trotzdem gefunden wurde, könnte ich jetzt noch um einiges verlängern. Will ich aber nicht.
Die Frage, die mich beschäftigt, ist, wie diese Personen auf meinen Blog gekommen sind. Sind andere Suchmaschinen vielleicht besser für mich? Oder gibt es tatsächlich Leute, die seitenweise Google-Ergebnisse durchforsten?
Nicht dass mich das stören würde, ich freu mich natürlich über jeden Leser. Egal, warum und wie er zu meinem Blog gefunden hat.
La bière est chère
Wie ich schon in einem Kommentar angedeutet hab, ist Bier in Frankreich sauteuer. Das war mir vorher schon klar, aber dass es so schlimm ist, hab ich nicht (mehr) gewusst, obwohl ich vor ungefähr vier Jahren schon einmal hier war.
In der “Bar Brasserie Le Saint André” ist Amstel das günstigste Bier. Ein Galopin (0,15l) kostet 1,70€, ein kleines Bier (0,25l) 2,20€ und ein großes Bier (0,5l) 4,10€.
Das teuerste Bier dort ist das Affligem. Da kostet ein Galopin 2,20€, ein kleines Bier 3,20€ und ein großes Bier 6,30€. (!!) Noch teurer ist das Picon Bière, allerdings ist da noch was Hochprozentiges beigemischt. Die “Bar Brasserie Le Saint André” ist jetzt aber kein gehobenes Restaurant, ich würd es eher als “Beisl” bezeichnen.
Vor wenigen Tagen hab ich in Innsbruck im Papa Joe’s für einen Yard Bier (1,2l) incl. Trinkgeld 10€ bezahlt und hab mir gedacht, dass das viel ist. Im Vergleich zu Frankreich ist es das aber wirklich nicht, außerdem kommt im Papa Joe’s noch der (fast) unbezahlbare Stylefaktor dazu, wenn das Glas neben dir am Boden steht und trotzdem auf Schulterhöhe ist (siehe Foto).
Le Sundgau
Der Sundgau, Frankreich, ist irgendwie witzig. Und von der Landschaft her ziemlich schön.
Witzig deshalb, weil die Städte und Orte sehr amüsante Namen haben. Übernachtet hab ich in Altkirch, am Weg dorthin bin ich an Wegweisern zu den Orten Helfrantzkirch, Michelbach-le-Bas und Hundsbach vorbeigekommen. Mein persönlicher Favorit war und ist aber eindeutig Uffheim.
Das klingt jetzt vielleicht alles nicht so lustig, man muss sich aber vorstellen (oder bei Gelegenheit anhören), wie diese Orte klingen, wenn sie von Franzosen ausgesprochen werden. Die sprechen nämlich von “Altkirsch”, “Ellfrånzkirsch”, “Mischelbak-lö-Ba”, “Ündsbak” und eben “Üffeym“.
Und warum mir die Gegend gefällt, sieht man glaub ich auf dem Foto. Da sieht es wirklich überall so aus, wie man es aus dem Fernsehen von der Tour de France kennt. Die hat übrigens heute mit einem Prologsieg von Alejandro Valverde begonnen.
Reisen mit den ÖBB
Dass die Österreichischen Bundesbahnen großartig sind, weiß jeder, der einigermaßen regelmäßig damit fährt. Für die Fahrt von Salzburg nach Graz oder umgekehrt braucht man laut Fahrplan ca. 4 Stunden und 10 Minuten. Seit Oktober bin ich aber maximal 5 mal tatsächlich in dieser Zeit von der einen in die andere Stadt gekommen, sei es wegen Getriebeschäden oder Kühen auf den Gleisen.
Am vergangenen Wochenende hab ich besonders schöne Waggons erwischt und zwar die des IC 512 Hotel IBIS. Die Sitze sehen zwar recht lustig und vor allem anders aus, aber aufgrund sehr mangelnder Polsterung sind sie extrem unbequem. Außerdem ist die Geräuschkulisse so, wie ich sie mir bei einem Formel1-Rennen vorstelle, obwohl ich zugegebenermaßen noch nie bei einem war.
Der Vorteil gegenüber dem Zug, in den ich Bischofshofen umgestiegen bin, war, dass es mehr Sitzplätze gegeben hat als Leute. Von B’hofen nach Salzburg bin ich gestanden. Und das mehr als eine Stunde, wenn man die Verspätung einrechnet.
Deshalb hab ich mich erkundigt, ob man bei Verspätungen sein Geld zurückbekommt, denn es könnte ja durchaus sein, dass man dadurch einen wichtigen Termin verpasst. Heute hab ich (20 Minuten später als geplant) am InfoPoint des Innsbrucker Hauptbahnhofes erfahren, dass man ab 60 Minuten Verspätung einen Teil seines Geldes zurückerstattet bekommt. Wieviel es genau ist, ist angeblich von Zug zu Zug unterschiedlich. Außerdem bekommt man nichts zurück, wenn der Fehler nicht in Österreich passiert ist, sondern in einem anderen Land, aus dem der Zug gekommen ist.
Schade, dass einem diese Information nur auf mehrmalige Nachfrage geliefert wird (per eMail ist mir das nämlich nicht gesagt worden). Da hätte ich mir schon das eine oder andere Mal Geld zurückholen können. Dazu muss man übrigens zum Fahrkartenschalter gehen und dort reklamieren.

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