Alles und Nichts

Frankreich – ein Résumé

Posted in Frankreich, Freizeit, Medien, Urlaub by sebastianbauer on September 29, 2008

Nach guten zwei Monaten in Frankreich, eine kurze Zusammenfassung meinerseits.

  • Es gibt immer und überall guten Käse und frisches Baguette. Ausgezeichnet.
  • Wenn man auf den Eiffelturm will, muss man mindestens 45 Minuten warten. Weniger gut.
  • 20dag Schinken bekommt man ausschließlich in 4 Scheiben à 3mm, die schmecken als wären sie schon einmal verspeist worden. Widerlich.
  • Mit dem Zug fahren ist viel billiger als in Österreich, dafür haben dieselben keine Verspätung. Wunderbar.
  • Alle reden Französisch. Anstrengend.
  • Champagne. Unvergleichbar.
  • Jeder, der glaubt, dass er zu viel trinkt, war noch nie in Frankreich. Überraschend.
  • Telefonieren ist wahnsinnig teuer. Teuer.
  • Im Fernsehen laufen den ganzen Tag sinnlose Spielshows und Serien (noch dazu auf Französisch). Verblödend.
  • Sarko ist immer und überall. Überflüssig.
  • Eine Halbe Bier kostet zwischen sechs und sieben Euro. Unverschämt.
  • Die Altstadt von Troyes ist wunderschön. Magnifique.
  • Ich kann jetzt besser Französisch. Praktisch.
  • Ein FH-Studium kostet ca. 6000€ pro Jahr, dafür ist es mit der Anwesenheit nicht so genau. Seltsam.
  • Am Fuße des Montmartre gibt es geschätzte 10.000 Sex-Shops. Erotisch?

Soviel dazu.

Unter den Froschfressern

Posted in Frankreich, Urlaub by sebastianbauer on Juli 30, 2008

Nach einem knappen Monat in Frankreich hab ich es endlich geschafft. Ich hab Froschschenkel gegessen. Durchaus ein Vergnügen, und gar nicht so teuer, wie ich mir gedacht hab.

Gute 50 Minuten hat es gedauert, alle 5 Frösche oder 10 Froschschenkel zu essen. Erstens weil es durchaus mühsam ist, das bisschen Fleisch von den winzigen Knochen zu trennen. Zweitens weil die Beilagen (Öl, Reis, Tomaten) durchaus üppig waren. Und drittens weil man sowas ja doch ein bisschen genießen will. 

Das Froschfleisch ist nämlich super. Extrem zart, vom Aussehen her irgendwo zwischen Pute und Fisch. Nur geschmacklich hätte ich mir ein bisschen mehr erwartet vom Frosch. Geschmeckt hat es hauptsächlich nach dem Knoblauch in der Marinade. Was keineswegs schlecht war, aber halt Knoblauch.

Soviel dazu. Probiert sollte man es meiner Meinung auf jeden Fall einmal haben. Was überraschenderweise die drei Franzosen, mit denen ich essen war, noch nie getan haben…

Und so sehen Froschschenkel danach aus…

Das große Fressen

Posted in Frankreich, Urlaub by sebastianbauer on Juli 7, 2008

Dass in Frankreich das Essen aus fast unzähligen Gängen bestehen soll, ist ja nicht unbedingt was Neues. Ich hab das aber bis jetzt so verstanden, dass es halt im “Idealfall” so ist, normalerweise aber nicht.

Nach zweieinhalb Tagen en France bin ich mir da aber nicht mehr so sicher. Der erste Abend war ja noch einigermaßen in Ordnung. Groß gegrillt, Käseplatte, danach massig Eis. Nicht so schlimm. Am zweiten Abend ist es dann aber so richtig losgegangen. Nach 6 Schüsseln Chips, Brezeln, Cocktailtomaten etc. und dazu zwei Flaschen Champagner als Aperitiv hat es für jeden eine Tomate gefüllt mit Mozarella gegeben. Danach war ich eigentlich schon satt.

Dann ist aber die Hauptspeise gekommen: mit Gemüse gefüllte Fleischrouladen vom Grill, dazu Salat, Brot, so was ähnliches wie gedünstetes Gemüse, gekochter Weizen (schmeckt so ähnlich wie Reis, gar nicht schlecht) und zum Trinken grob geschätzt 3 bis 4 Flaschen Wein. Danach eine typische Käseplatte mit Baguette. Und zum Abschluss ein Kuchen und eine Torte gefolgt von weiteren Gläsern Wein.

Heute nach dem Aufstehen um 12 Uhr mittags als erstes ein Aperitiv, in meinem Fall Campari Pamplemousse, weil ich um die Uhrzeit noch keinen doppelten Ouzo wollte, dazu wieder so kleine Snacks. Danach Salat mit Baguette, gefolgt von Grillkotelettes mit Nudeln und Gemüse. Dazu Wein. Nach der üblichen Käseplatte ein großes Eis mit Schlag und Himbeeren.

Am Abend 2 Flaschen Champagner mit verschiedenen Knabbereien als Aperitiv. Als Vorspeise Melone mit Prosciutto, als Hauptspeise Würstchen vom Grill mit Kartoffeln, dazu Wein. Der Käse hat nicht gefehlt, als Abschluss ein Kuchen.

Nicht dass ich mir das nicht schmeckt oder dass ich nicht gern esse… wirklich nicht! Aber wenn das die nächsten Wochen so weitergeht, werdet ihr mich im Herbst nicht wiedererkennen. Um das zu verhindern, geh ich morgen nach dem Aufstehen gleich laufen. Hoffentlich… :)

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