Alles und Nichts

Die vorlesungsfreie Zeit

Posted in Freizeit, Studium by sebastianbauer on Juni 27, 2008

Das ersten zwei Semester sind nun fast vorbei und somit auch mein erstes Jahr als „Journalismus und Unternehmenskommunikation„-Student an der FH Joanneum Graz.

Fast vorbei deshalb, weil wir die Noten noch nicht bekommen haben und weil mir noch die Prüfung aus Medienrezeption fehlt. Die wird am Beginn des Wintersemesters 2008 nachgeholt. Sollte aber kein gravierendes Problem darstellen. Und nach dieser Prüfung bin ich dann quasi 1/4 Mag. (FH). 😀

Als kurzes Résumé kann ich sagen, dass ich eigentlich recht zufrieden bin, zumindest mit einem Großteil der Lehrenden und dem von ihnen vermittelten Wissen. Und mit meinen Studienkollegen komm ich sowieso wunderbar aus.

Die Kulturhauptstadt 2003 ist auch nicht zu verachten, massig Studenten und dementsprechend viele coole Locations zum Fortgehen.

Also alles in allem bin ich echt zufrieden, dass ich mich für dieses Studium in dieser Stadt entschieden hab. Das einzige, was ein bisschen nervt, ist die schlechte Zugverbindung nach Salzburg. Aber von den ÖBB ist man das ja ohnehin gewohnt. 😉

Jetzt stehen auf jeden Fall einmal gute 3 Monate Ferien, oder „vorlesungsfrei Zeit“, wie manche Leute zu sagen pflegen, bevor. Und die werd ich voraussichtlich hauptsächlich in Frankreich verbringen. (Detail am Rande: Die Franzosen sind bei der EM in ihrer Gruppe Letzte geworden, wir immerhin Dritte. 🙂 )

In diesem Sinne: Immer wieder, immer wieder, immer wieder Österreich!!

Im Freibad 2.0

Posted in Freizeit, Web 2.0 by sebastianbauer on Juni 24, 2008

Freibad 2.0„Der Chris is‘ so arg, der hat letztes Wochenende was mit der Steffi gehabt und am Wochenende davor mit der Isi und er war so ang’soffen jedes Mal“, hat heute ein ca. 15-jähriges Mädchen lautstark im Margaretenbad in Graz verkündet.

Wenn man nichts tut, außer in der Sonne zu liegen, werden einem Details aus den Privatleben verschiedener Menschen zugetragen, die man eigentlich gar nicht so genau wissen will. Oder überhaupt nicht, auch nicht ungenau. Angefangen bei Shopping-Gewohnheiten über verschiedene Musikgeschmäcker bis hin zur Bewertung von Personen mittels „Geilheitsskala“ von 1 bis 10 ist da alles dabei.

Über Web 2.0 wird ja gesagt, dass die Teilnehmer darin ihr Privatleben völlig offen legen. Irgendwie kommt mir aber vor, dass das im Freibad 2.0 auch so ist.

Wer was erlebt hat, kann man in unzähligen Blogs nachlesen, wer gerade welche Band hört, kann man auf LastFM und Leute mittels einer Skala bewerten kann man nicht nur in diversen Communities, es gibt sogar eigene Seiten dafür.

Im Freibad 2.0 wird über Fotos erzählt, auf denen Personen in allen möglichen und unmöglichen Lebenslagen zu sehen sind, was dann etwa mit FlickR vergleichbar ist. Über privateste Familienprobleme hab zumindest ich im Web noch nicht allzuviel gefunden (allerdings hab ich auch nicht gesucht)… im Freibad 2.0 erfährt man auch darüber so einiges!

Außerdem muss man im Web 2.0 nach den entsprechenden Blogs etc. suchen, im Freibad 2.0 bekommt man diese Informationen völlig ohne Anstrengung, beim Chillen sozusagen…

Ich bin mir also nicht sicher, ob das Web 2.0 der Auslöser für die Veröffentlichung von privaten Details ist. Menschen haben anscheinend prinzipiell das Bedürfnis ihr Privatleben mit Unbekannten zu teilen… das Web 2.0 scheint nur die neueste Möglichkeit dafür zu sein…

StudiVZ und die Fußball-EM

Posted in Sport, Web 2.0 by sebastianbauer on Juni 18, 2008

Wir sind im Viertelfinale!“ steht heute auf StudiVZ zu lesen. Cool, sind wir nicht am Montag ausgeschieden? Und dann „Wer wird das Spiel Portugal : Deutschland gewinnen?“. Alles klar…

StudiVZ ist anscheinend nur für unsere Lieblingsnachbarn gemacht. Oder beweisen sie einfach wieder einmal ihre Gastfreundschaft? „Zu Gast bei Freunden“ war ja auch das Motto der WM 2006. Da muss also was dran sein.

Aus reinem Interesse hab ich mal geschaut, was auf den „Schwesterseiten“ von StudiVZ so zu lesen war… Auf der Startseite des französischen Pendants StudiQG wird Werbung für einen Film gemacht (sofern ich es richtig verstanden hab), das italienische StudiLN hat eigentlich gar nix zu sagen (obwohl Italien ja auch weiter ist), das spanischsprachige EstudiLN zeichnet eine Urlaubsinsel und das polnische StudentIX hab ich beim besten Willen leider nicht verstehen können. Aber zumindest von der „EURO 2008“ steht irgendetwas dort…

Bleiben noch zwei… SchülerVZ macht Werbung für die SchülerVZ-Sofatour und auf MeinVZ endlich wieder Fußball! Jogis Elf ist im Viertelfinale!“ heißt es dort… Schon besser, immerhin kein „wir“… Bisher war ich MeinVZ gegenüber ja eher kritisch… aber vielleicht sollte ich doch dorthin wechseln!! Die Frage ist, ob ich das als Student überhaupt darf…

Reisepass mit Fingerprints

Posted in Politik, Sicherheit by sebastianbauer on Juni 16, 2008

Voraussichtlich im Frühjahr 2009 kommen wir 1984 einen Schritt näher. Der Reisepass mit Fingerabdruck wird eingeführt. Laut BMI hat dieser gegenüber dem herkömmlichen Reisepass einige Vorteile. Auf der Seite des BMI kann man allgemeine Infos zum neuen Reisepass nachlesen.

Das BMI spricht davon, dass die Fälschungssicherheit im Vergleich zu den bisherigen Reisepässen „wesentlich erhöht“ wird. Außerdem stelle die neue Variante „eine enge Verbindung zwischen dem Passbesitzer und dem Sicherheitspass“ her.

Wie fälschungssicher der „Sicherheitspass“ wirklich ist, wird die Zukunft zeigen. Ich bin aber der Meinung, dass auch dieser gefälscht werden kann und wird. Denn mit viel Eifer (und unter Druck) kann und ist so einiges gefälscht werden und worden, wie man unter anderem auch hier sieht.

Wenn man das bedenkt, wäre es mir eigentlich lieber, ich könnte meine Fingerabdrücke für mich behalten und müsste keine enge Verbindung zu meinem Reisepass eingehen. Abgesehen davon, dass ich prinzipiell gegen das System von Überwachungsstaaten bin. Denn was daraus werden kann, ist bei Orwell nachzulesen (auch wenn das ein bisschen utopisch ist).

Im Übrigen hab ich vor 5 Tagen das BMI angemailt, um genauere Infos zu erhalten, leider hab ich bis jetzt aber keine Antwort erhalten…

In diesem Sinne – „Big Brother is watching you!“

Online-Communities und Politik

Posted in Barcamp, Politik, PR, Web 2.0 by sebastianbauer on Juni 10, 2008

Ich beim Frühstück am PolitCampAm 30. und 31. Mai hat in Graz das erste PolitCamp Österreichs stattgefunden. Dabei handelt es sich um ein BarCamp, bei dem es ganz einfach um Politik geht, und zwar um Politik im Web 2.0.

Ich will jetzt nicht näher aufs PolitCamp eingehen, darüber haben unter anderem schon Helge, Heinz, Ton, Christian und Jochen gebloggt. Die komplette Teilnehmerliste gibt es hier.

Ich hab während der zwei Tage Podcasts produziert und in einem geht es darum, welche Möglichkeiten Online-Communities für Politiker bieten, um an potentielle Wähler heranzukommen.

Und hier ist das Ergebnis!

Immer wieder…

Posted in Sport by sebastianbauer on Juni 8, 2008

Eigentlich wollte ich über dieses Thema ja nicht schreiben… aber der Fußballfan in mir hat die Überhand gewonnen. Knapp 90 Minuten noch…

Die Stimmung in Graz ist wunderbar, auf der Straße tummeln sich Autos, die mit unserer Flagge geschmückt sind… Das Fußballfieber hat Graz erreicht!! Und ich bin wirklich schon nervös, mehr als ich mir gedacht hab… Deswegen werd ich mir jetzt ein kühles Getränk meiner Wahl schnappen (oder zwei) und mich zu einem großen Bildschirm begeben!

Zur Einstimmung noch ein kleines Video…

PS: Immer wieder, immer wieder, immer wieder Österreich!!

Tagged with: , , , ,

Micro-Blogging als PR-Maßnahme?

Posted in PR, Web 2.0 by sebastianbauer on Juni 7, 2008

Seit ca. einem Monat bin ich bei Twitter angemeldet. Es ist ohne Zweifel lustig, die Welt mit seinen persönlichen Daten und Erlebnissen zuzuspamen. Aber einen wirklichen persönlichen Nutzen hab ich für mich noch nicht entdeckt. Mein Studienkollege Michael übrigens auch nicht. Den muss es aber irgendwie geben, denn Twitter ist nur eines von inzwischen fast unzähligen Micro-Blogging-Services. Whatever…

Die Frage, die ich mir jetzt stelle, ist, ob man solche Services irgendwie nutzen kann, um PR für etwas zu machen. Ich denke schon, da man ja schnell etwas posten kann und damit ein relativ großes Publikum erreicht.

Aber wie macht man es am Besten? In den kurzen Nachrichten (140 Zeichen) ist es kaum möglich, wirklich etwas zu sagen. Man muss also mit Links arbeiten. Aber ganz ehrlich… wenn ich mir überlege, wie viele von diesen Links ich anklicke… die Zahl ist sehr enden wollend! Man muss also mit ca. 100 Zeichen soviel Interesse bei seinen Verfolgern/Lesern wecken, dass diese den Link anklicken. Kein leichte Aufgabe… ich glaube, dass in den kurzen Nachrichten einfach zu wenig Platz ist. Dafür kommt (meistens) keine Langeweile beim Lesen auf…

Ich hab mich noch nicht entschlossen, ob Micro-Blogging-Services geeignet sind, um PR zu machen. Wenn ich mir meine Blogstats von gestern ansehe, kommen meine meisten Besucher aber von Twitter… es scheint also doch irgendwie zu funktionieren…

Ethische Grenzen

Posted in Medien by sebastianbauer on Juni 5, 2008

Heute bin ich auf ein Sims-Expansion-Pack gestoßen, das mit dem Fall von Amstetten in Verbindung steht. Natürlich ist es nicht ganz ernst gemeint. Und sehr makaber.

Jetzt hab ich mir die Frage gestellt: Was darf man eigentlich alles? Gibt es (noch) ethische Grenzen, die man einhalten muss? Gibt es Leute, die sowas lustig finden?

Auf die letzte Frage hab ich eine Antwort: Ja, ich finde es lustig! Man darf nicht vergessen, wie tragisch ein solcher Fall ist. Aber wenn man das bedenkt, wieso sollte man nicht darüber schmunzeln? Es ist ja nicht so, dass man deshalb die Grausamkeit einer solchen Tat in Frage stellt.

Die anderen zwei Fragen sind da schon schwieriger zu beantworten. Ich bin der Meinung, dass es sehr wohl noch ethische Grenzen gibt bzw. geben sollte. Wenn man sich aber diverse Boulevardmedien anschaut, hat man den Eindruck, dass diese immer mehr verschwimmen und verschwinden. Ein Beispiel dafür ist dieser Artikel der Sun. Aber um die Boulevardmedien zu „verteidigen“: Ähnliche Bilder und Berichte hat es auch in den sogenannten Qualitätsmedien gegeben.

Über Ethik kann man streiten. Über Gesetze nicht (oder kaum). Auf jeden Fall verstößt eine derartige Berichterstattung gegen mehrere Paragraphen des Mediengesetzes, z.B. §7b. Im Vergleich dazu finde ich Belustigungen, wie die zu Beginn, relativ harmlos… und um einiges unterhaltsamer!