Alles und Nichts

Partyfotos als Jobkiller

Posted in Sicherheit, Web 2.0 by sebastianbauer on November 7, 2008

Die 18-jährige Cheerleaderin Caitlin Davis veröffentlicht Partyfotos auf Facebook. Auf einem davon ist sie zu sehen, als sie einen Betrunkenen bemalt. Unter den Motiven sind Hakenkreuze. Bald darauf ist sie ihren Job los. Der Boston Herald berichtet.

Die Diskussion, ob sich die Aktivität in Online-Communities negativ aufs Berufsleben auswirken kann, gibt es ja schon lange. Und eigentlich hab ich mich schon fast davon überzeugen lassen, dass es nicht so ist. Unter anderem auch vom Schneeengel.

Dann aber der Post von Klaus Eck, wonach einige Flugbegleiter aufgrund von Online-Aktivitäten gefeuert wurden. Unter anderem auch wegen Fotos. Und jetzt die Cheerleaderin. So sicher kann man sich vielleicht doch nicht sein… Vielleicht sage ich deshalb, weil wohl jeder, der sowas veröffentlicht, im Stande sein sollte, einzuschätzen, welche Konsequenzen das unter Umständen haben könnte. Auch Caitlin Davis.

Lange Rede, kurzer Sinn: Partyfotos werd ich (auch weiterhin) nicht online stellen und Verlinkungen auf ebensolche in Grenzen halten.

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Die liebe Post

Posted in Sicherheit, Skurriles by sebastianbauer on Oktober 28, 2008

Vor mittlerweile einigen Tagen hab ich einen Brief nach Frankreich aufgegeben. Persönlich auf der Post, damit nichts schiefgeht, hab ich mir gedacht. Vier bis sieben Tage würde es normalerweise dauern, hat mir der Postangestellte freundlich mitgeteilt.

Eine Woche, also sieben Tage, später war der Brief noch nicht angekommen. Hätte er aber sollen, da er für diesen Tag gedacht war. Sieben bis elf Tage könne ein Brief nach Frankreich schon brauchen, wurde mir auf Nachfrage mitgeteilt.

Sechs Tage später, also nach insgesamt 13 Tage später, war der Brief immer noch nicht am Bestimmungsort angelangt. Wie ich ihn denn aufgegeben hätte? Ja, normal halt. Was normal heiße? Was gibt es noch außer normal? Priority. Nein, nicht Priority, ganz normal. Wie normal? Nicht Priority!!! Dann könne es schon 14, 15 Tage dauern.

Und wenn er gar nicht ankommt? Wie ich ihn aufgegeben hätte? Ganz normal, nicht Priority. Dann könne man leider nicht nachvollziehen, was mit ihm passiert sei. Außer es sei etwas besonders Markantes im Brief gewesen. Nein, leider nur eine wichtige Bestätigung und sehr persönliche Dinge. Dann könne man leider nichts machen. Nächstes Mal solle ich wichtige Dinge doch Priority versenden.

Fazit: Wenn man will, dass etwas dort ankommt, wo es hinsoll, am besten nicht mit der Post schicken. Oder Priority.

Fragen: Was ist die Post eigentlich für eine Veranstaltung? Was würde ich sagen, wenn ich in einen Zug (beispielsweise der ÖBB) steige um nach X zu fahren und ich komme nicht, eine Woche später, oder in Y an? Außer ich bezahl einen Aufpreis. Ist das normal? Würde ich das normal finden?

Warum man die Schuhe ausziehen muss

Posted in Sicherheit, Urlaub by sebastianbauer on Oktober 1, 2008

Ich bin ja in letzter Zeit ein paar mal geflogen. Dabei ist mir aufgefallen, dass man im Fall einer Notlandung die Schuhe ausziehen muss. Oder, dem Bild auf der Karte mit den Sicherheitshinweisen an Bord nach zu schließen, zumindest Stöckelschuhe und Herrenschuhe. Warum war mir im ersten Moment nur nicht klar. Der einzige Erklärung, zu der ich nach einigem Überlegen gekommen bin, war diese: Bei einer Notlandung im Wasser werden die Schuhe mit der Zeit schwer und ziehen einen beim Schwimmen nach unten.

Zugegebenermaßen nicht der Weisheit letzter Schluss. Also hab ich kurzerhand ein E-Mail an die AUA und FlyNiki geschickt und nachgefragt, warum das so ist. Überraschender- und erfreulicherweise hab ich am nächsten Werktag gleich in der Früh beide Antworten bekommen.

Um 09:27 hat FlyNiki geantwortet, dass man mit Schuhen die Notrutsche beschädigen könne, was eine weitere Rettung unmöglich mache.
Um 10:47 hat die AUA geantwortet, dass man damit Bein- und Knöchelbrüche beim Abfangen des Rutschens über die Notrutsche zu verhindern versuche.

Zwei unterschiedliche Antworten. Zeit also, um eine dritte Meinung hinzuzuziehen. Die von der Lufthansa. Am zweiten Werktag nach der Anfrage um 13:51 die Antwort. Es sei eine Maßnahme um sowohl Verletzungen vorzubeugen als auch um die Notrutsche nicht zu beschädigen.

Weiß ich das jetzt also auch… Hier noch die Antworten im Original.

Sanja Jovanovic (FlyNiki): Man könnte die Notrutsche mit den Schuhen beschädigen und eine weitere Rettung wäre unmöglich. Aus diesem Grund müssen Schuhe, spitze Gegenstände vor der Evakuierung entfernt werden.

Michael Braun (AUA): Ihre Aussage „es ist verboten, bei Unfällen u.a. das Flugzeug mit Schuhen zu verlassen“ stimmt nicht ganz sondern trifft nur auf das Verlassen des Flugzeuges über die Notrutschen zu. Weiters betrifft es nicht alle Schuhe generell, sondern nur solche mit hohen oder spitzen Absätzen.

Steht vor der Landung genug Zeit zur Verfügung, entscheiden die Flugbegleiter von Passagier zu Passagier, ob das Tragen der Schuhe gestattet ist. Dies geschieht im Interesse der Gesundheit der Passagiere, daher müssen diese Anweisungen auch dringend befolgt werden. Wesentlich ist, dass die Passagiere die Rutschgeschwindigkeit am Ende der Rutsche, also beim ankommen am Boden, mit den Beinen abfangen können.
Trägt man spitze Absätze oder „Stilettos“, ist die Gefahr des Bein- oder Knöchelbruchs gegeben. Dies wiederum würde die weitere Evakuierung der nachfolgenden Passagiere beeinträchtigen.

Es spricht nichts dagegen, die Schuhe mitzunehmen, indem man sie beispielsweise während der Rutschphase am Schoß hält und erst danach, in sicherer Entfernung zum Flugzeug, wieder anzieht.

Andreas Becker (Lufthansa): Aus sicherheitstechnischen Gründen und eventueller Verletzungsgefahr bei dem Verlassen des Flugzeuges darf das Flugzeug bei einem Flugzeugunfall nicht mit Schuhen verlassen werden (z.B. Verletzungsgefahr durch spitze Absätze bzw. Gefahr der Beschädigung der Notrutsche beim Ausstieg durch spitze Absätze ).

Reisepass mit Fingerprints

Posted in Politik, Sicherheit by sebastianbauer on Juni 16, 2008

Voraussichtlich im Frühjahr 2009 kommen wir 1984 einen Schritt näher. Der Reisepass mit Fingerabdruck wird eingeführt. Laut BMI hat dieser gegenüber dem herkömmlichen Reisepass einige Vorteile. Auf der Seite des BMI kann man allgemeine Infos zum neuen Reisepass nachlesen.

Das BMI spricht davon, dass die Fälschungssicherheit im Vergleich zu den bisherigen Reisepässen „wesentlich erhöht“ wird. Außerdem stelle die neue Variante „eine enge Verbindung zwischen dem Passbesitzer und dem Sicherheitspass“ her.

Wie fälschungssicher der „Sicherheitspass“ wirklich ist, wird die Zukunft zeigen. Ich bin aber der Meinung, dass auch dieser gefälscht werden kann und wird. Denn mit viel Eifer (und unter Druck) kann und ist so einiges gefälscht werden und worden, wie man unter anderem auch hier sieht.

Wenn man das bedenkt, wäre es mir eigentlich lieber, ich könnte meine Fingerabdrücke für mich behalten und müsste keine enge Verbindung zu meinem Reisepass eingehen. Abgesehen davon, dass ich prinzipiell gegen das System von Überwachungsstaaten bin. Denn was daraus werden kann, ist bei Orwell nachzulesen (auch wenn das ein bisschen utopisch ist).

Im Übrigen hab ich vor 5 Tagen das BMI angemailt, um genauere Infos zu erhalten, leider hab ich bis jetzt aber keine Antwort erhalten…

In diesem Sinne – „Big Brother is watching you!“