Alles und Nichts

Die liebe Post

Posted in Sicherheit, Skurriles by sebastianbauer on Oktober 28, 2008

Vor mittlerweile einigen Tagen hab ich einen Brief nach Frankreich aufgegeben. Persönlich auf der Post, damit nichts schiefgeht, hab ich mir gedacht. Vier bis sieben Tage würde es normalerweise dauern, hat mir der Postangestellte freundlich mitgeteilt.

Eine Woche, also sieben Tage, später war der Brief noch nicht angekommen. Hätte er aber sollen, da er für diesen Tag gedacht war. Sieben bis elf Tage könne ein Brief nach Frankreich schon brauchen, wurde mir auf Nachfrage mitgeteilt.

Sechs Tage später, also nach insgesamt 13 Tage später, war der Brief immer noch nicht am Bestimmungsort angelangt. Wie ich ihn denn aufgegeben hätte? Ja, normal halt. Was normal heiße? Was gibt es noch außer normal? Priority. Nein, nicht Priority, ganz normal. Wie normal? Nicht Priority!!! Dann könne es schon 14, 15 Tage dauern.

Und wenn er gar nicht ankommt? Wie ich ihn aufgegeben hätte? Ganz normal, nicht Priority. Dann könne man leider nicht nachvollziehen, was mit ihm passiert sei. Außer es sei etwas besonders Markantes im Brief gewesen. Nein, leider nur eine wichtige Bestätigung und sehr persönliche Dinge. Dann könne man leider nichts machen. Nächstes Mal solle ich wichtige Dinge doch Priority versenden.

Fazit: Wenn man will, dass etwas dort ankommt, wo es hinsoll, am besten nicht mit der Post schicken. Oder Priority.

Fragen: Was ist die Post eigentlich für eine Veranstaltung? Was würde ich sagen, wenn ich in einen Zug (beispielsweise der ÖBB) steige um nach X zu fahren und ich komme nicht, eine Woche später, oder in Y an? Außer ich bezahl einen Aufpreis. Ist das normal? Würde ich das normal finden?

Frankreich – ein Résumé

Posted in Frankreich, Freizeit, Medien, Urlaub by sebastianbauer on September 29, 2008

Nach guten zwei Monaten in Frankreich, eine kurze Zusammenfassung meinerseits.

  • Es gibt immer und überall guten Käse und frisches Baguette. Ausgezeichnet.
  • Wenn man auf den Eiffelturm will, muss man mindestens 45 Minuten warten. Weniger gut.
  • 20dag Schinken bekommt man ausschließlich in 4 Scheiben à 3mm, die schmecken als wären sie schon einmal verspeist worden. Widerlich.
  • Mit dem Zug fahren ist viel billiger als in Österreich, dafür haben dieselben keine Verspätung. Wunderbar.
  • Alle reden Französisch. Anstrengend.
  • Champagne. Unvergleichbar.
  • Jeder, der glaubt, dass er zu viel trinkt, war noch nie in Frankreich. Überraschend.
  • Telefonieren ist wahnsinnig teuer. Teuer.
  • Im Fernsehen laufen den ganzen Tag sinnlose Spielshows und Serien (noch dazu auf Französisch). Verblödend.
  • Sarko ist immer und überall. Überflüssig.
  • Eine Halbe Bier kostet zwischen sechs und sieben Euro. Unverschämt.
  • Die Altstadt von Troyes ist wunderschön. Magnifique.
  • Ich kann jetzt besser Französisch. Praktisch.
  • Ein FH-Studium kostet ca. 6000€ pro Jahr, dafür ist es mit der Anwesenheit nicht so genau. Seltsam.
  • Am Fuße des Montmartre gibt es geschätzte 10.000 Sex-Shops. Erotisch?

Soviel dazu.

Unter den Froschfressern

Posted in Frankreich, Urlaub by sebastianbauer on Juli 30, 2008

Nach einem knappen Monat in Frankreich hab ich es endlich geschafft. Ich hab Froschschenkel gegessen. Durchaus ein Vergnügen, und gar nicht so teuer, wie ich mir gedacht hab.

Gute 50 Minuten hat es gedauert, alle 5 Frösche oder 10 Froschschenkel zu essen. Erstens weil es durchaus mühsam ist, das bisschen Fleisch von den winzigen Knochen zu trennen. Zweitens weil die Beilagen (Öl, Reis, Tomaten) durchaus üppig waren. Und drittens weil man sowas ja doch ein bisschen genießen will. 

Das Froschfleisch ist nämlich super. Extrem zart, vom Aussehen her irgendwo zwischen Pute und Fisch. Nur geschmacklich hätte ich mir ein bisschen mehr erwartet vom Frosch. Geschmeckt hat es hauptsächlich nach dem Knoblauch in der Marinade. Was keineswegs schlecht war, aber halt Knoblauch.

Soviel dazu. Probiert sollte man es meiner Meinung auf jeden Fall einmal haben. Was überraschenderweise die drei Franzosen, mit denen ich essen war, noch nie getan haben…

Und so sehen Froschschenkel danach aus…

L’incroyable Bernard Kohl

Posted in Frankreich, Sport by sebastianbauer on Juli 21, 2008

Viel hab ich nicht verstanden, als ich mir gestern die Tour de France angesehen hab. Also die Bilder und das, was passiert ist, schon. Aber die Kommentatoren nicht. Oder fast nicht.

In Frankreich gibt es Eurosport nämlich nur auf Französisch. Und diese Sprache wird ja in manchen Kreisen auch als „die Sprache des Teufels“ bezeichnet. Nach mehrmaligem Umschalten bin ich zu dem Schluss gekommen, dass in diesem Land alle Sender in dieser Sprache gehalten sind.

Was die Kommentatoren an die 50 Mal gesagt haben und was ich auch verstanden hab, war „L’incroyable Bernard Kohl!!“ oder „l’incroyable autrichien!“. Und unglaublich war die Leistung, die er gestern gebracht hat, wirklich. In der Gesamtwertung liegt er nur mehr 7 Sekunden hinter dem Führenden, das gepunktete Trikot des besten Kletterers hat er heute sogar übergestreift.

Ich will ja jetzt überhaupt niemandem die Stimmung vermiesen, auch mir selbst nicht, ich freu mich wirklich über diese Leistung. Aber wenn ich mir diese Liste von gedopten Radfahrern, die leider sehr unvollständig ist, so ansehe wird mir trotzdem klar, dass vor allem die Fahrer, die in der Gesamt- und Bergwertung vorn dabei sind, dopen.

„Leider“ ist Bernhard Kohl dieses Jahr einer von diesen… bleibt zu hoffen, dass er nicht gedopt hat! Oder dass er sich nicht erwischen lässt…

La bière est chère

Posted in Frankreich, Freizeit, Urlaub by sebastianbauer on Juli 9, 2008

Wie ich schon in einem Kommentar angedeutet hab, ist Bier in Frankreich sauteuer. Das war mir vorher schon klar, aber dass es so schlimm ist, hab ich nicht (mehr) gewusst, obwohl ich vor ungefähr vier Jahren schon einmal hier war.

In der „Bar Brasserie Le Saint André“ ist Amstel das günstigste Bier. Ein Galopin (0,15l) kostet 1,70€, ein kleines Bier (0,25l) 2,20€ und ein großes Bier (0,5l) 4,10€.

Das teuerste Bier dort ist das Affligem. Da kostet ein Galopin 2,20€, ein kleines Bier 3,20€ und ein großes Bier 6,30€. (!!) Noch teurer ist das Picon Bière, allerdings ist da noch was Hochprozentiges beigemischt. Die „Bar Brasserie Le Saint André“ ist jetzt aber kein gehobenes Restaurant, ich würd es eher als „Beisl“ bezeichnen.

Vor wenigen Tagen hab ich in Innsbruck im Papa Joe’s für einen Yard Bier (1,2l) incl. Trinkgeld 10€ bezahlt und hab mir gedacht, dass das viel ist. Im Vergleich zu Frankreich ist es das aber wirklich nicht, außerdem kommt im Papa Joe’s noch der (fast) unbezahlbare Stylefaktor dazu, wenn das Glas neben dir am Boden steht und trotzdem auf Schulterhöhe ist (siehe Foto).

Das große Fressen

Posted in Frankreich, Urlaub by sebastianbauer on Juli 7, 2008

Dass in Frankreich das Essen aus fast unzähligen Gängen bestehen soll, ist ja nicht unbedingt was Neues. Ich hab das aber bis jetzt so verstanden, dass es halt im „Idealfall“ so ist, normalerweise aber nicht.

Nach zweieinhalb Tagen en France bin ich mir da aber nicht mehr so sicher. Der erste Abend war ja noch einigermaßen in Ordnung. Groß gegrillt, Käseplatte, danach massig Eis. Nicht so schlimm. Am zweiten Abend ist es dann aber so richtig losgegangen. Nach 6 Schüsseln Chips, Brezeln, Cocktailtomaten etc. und dazu zwei Flaschen Champagner als Aperitiv hat es für jeden eine Tomate gefüllt mit Mozarella gegeben. Danach war ich eigentlich schon satt.

Dann ist aber die Hauptspeise gekommen: mit Gemüse gefüllte Fleischrouladen vom Grill, dazu Salat, Brot, so was ähnliches wie gedünstetes Gemüse, gekochter Weizen (schmeckt so ähnlich wie Reis, gar nicht schlecht) und zum Trinken grob geschätzt 3 bis 4 Flaschen Wein. Danach eine typische Käseplatte mit Baguette. Und zum Abschluss ein Kuchen und eine Torte gefolgt von weiteren Gläsern Wein.

Heute nach dem Aufstehen um 12 Uhr mittags als erstes ein Aperitiv, in meinem Fall Campari Pamplemousse, weil ich um die Uhrzeit noch keinen doppelten Ouzo wollte, dazu wieder so kleine Snacks. Danach Salat mit Baguette, gefolgt von Grillkotelettes mit Nudeln und Gemüse. Dazu Wein. Nach der üblichen Käseplatte ein großes Eis mit Schlag und Himbeeren.

Am Abend 2 Flaschen Champagner mit verschiedenen Knabbereien als Aperitiv. Als Vorspeise Melone mit Prosciutto, als Hauptspeise Würstchen vom Grill mit Kartoffeln, dazu Wein. Der Käse hat nicht gefehlt, als Abschluss ein Kuchen.

Nicht dass ich mir das nicht schmeckt oder dass ich nicht gern esse… wirklich nicht! Aber wenn das die nächsten Wochen so weitergeht, werdet ihr mich im Herbst nicht wiedererkennen. Um das zu verhindern, geh ich morgen nach dem Aufstehen gleich laufen. Hoffentlich… 🙂

Le Sundgau

Posted in Frankreich, Freizeit, Urlaub by sebastianbauer on Juli 6, 2008

Der Sundgau, Frankreich, ist irgendwie witzig. Und von der Landschaft her ziemlich schön.

Witzig deshalb, weil die Städte und Orte sehr amüsante Namen haben. Übernachtet hab ich in Altkirch, am Weg dorthin bin ich an Wegweisern zu den Orten Helfrantzkirch, Michelbach-le-Bas und Hundsbach vorbeigekommen. Mein persönlicher Favorit war und ist aber eindeutig Uffheim.

Das klingt jetzt vielleicht alles nicht so lustig, man muss sich aber vorstellen (oder bei Gelegenheit anhören), wie diese Orte klingen, wenn sie von Franzosen ausgesprochen werden. Die sprechen nämlich von „Altkirsch“, „Ellfrånzkirsch“, „Mischelbak-lö-Ba“, „Ündsbak“ und eben „Üffeym„.

Und warum mir die Gegend gefällt, sieht man glaub ich auf dem Foto. Da sieht es wirklich überall so aus, wie man es aus dem Fernsehen von der Tour de France kennt. Die hat übrigens heute mit einem Prologsieg von Alejandro Valverde begonnen.

Die vorlesungsfreie Zeit

Posted in Freizeit, Studium by sebastianbauer on Juni 27, 2008

Das ersten zwei Semester sind nun fast vorbei und somit auch mein erstes Jahr als „Journalismus und Unternehmenskommunikation„-Student an der FH Joanneum Graz.

Fast vorbei deshalb, weil wir die Noten noch nicht bekommen haben und weil mir noch die Prüfung aus Medienrezeption fehlt. Die wird am Beginn des Wintersemesters 2008 nachgeholt. Sollte aber kein gravierendes Problem darstellen. Und nach dieser Prüfung bin ich dann quasi 1/4 Mag. (FH). 😀

Als kurzes Résumé kann ich sagen, dass ich eigentlich recht zufrieden bin, zumindest mit einem Großteil der Lehrenden und dem von ihnen vermittelten Wissen. Und mit meinen Studienkollegen komm ich sowieso wunderbar aus.

Die Kulturhauptstadt 2003 ist auch nicht zu verachten, massig Studenten und dementsprechend viele coole Locations zum Fortgehen.

Also alles in allem bin ich echt zufrieden, dass ich mich für dieses Studium in dieser Stadt entschieden hab. Das einzige, was ein bisschen nervt, ist die schlechte Zugverbindung nach Salzburg. Aber von den ÖBB ist man das ja ohnehin gewohnt. 😉

Jetzt stehen auf jeden Fall einmal gute 3 Monate Ferien, oder „vorlesungsfrei Zeit“, wie manche Leute zu sagen pflegen, bevor. Und die werd ich voraussichtlich hauptsächlich in Frankreich verbringen. (Detail am Rande: Die Franzosen sind bei der EM in ihrer Gruppe Letzte geworden, wir immerhin Dritte. 🙂 )

In diesem Sinne: Immer wieder, immer wieder, immer wieder Österreich!!